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Kindertherapien






Stimm- und Atemstörungen
Frühförderung
Artikulationsstörungen
Lese-Rechtschreib-Schwäche
Muskelfunktionsstörungen
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
Stottern, Poltern
Sprachentwicklungsverzögerung

Erwachsenentherapien








Stimm- und Atemstörungen
Sprechstörungen
Sprachstörungen
Schluckstörungen
Stottern, Poltern

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Da sich im Zeitalter der allumfassenden Medientechnologie, der Fast-Food-Ernährung und des Mangels an natürlichem Spiel-und Bewegungsraum für Kinder die Bedingungen für den normalen Spracherwerb laufend verschlechtern, kann eine wachsende Anzahl von Kindern Sprache und Sprechen nicht altersentsprechend erwerben. Aus einer Sprachentwicklungsverzögerung und/oder bestimmten Teilleistungsschwächen entwickelt sich häufig eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), früher Legasthenie genannt. Diese ist definiert als eine Störung, deren Hauptmerkmal eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Entwicklung der Lese-Rechtschreibfähigkeit ist, die nicht durch eine allgemeine intellektuelle Beeinträchtigung oder inadäquate schulische Betreuung erklärt werden kann. Die Arbeit mit lernschwachen Kindern, die Probleme mit Lesen und Rechtschreiben haben, gehört ebenso zu meinen Aufgaben.

Die Diagnose LRS basiert auf drei Kriterien:

  1. Die Anamnese (ausführliche Exploration der Entwicklungsdaten des Kindes und seiner Familie,
  2. Intelligenztests (möglichst kulturfrei, spracharm),
  3. Normierte und validierte Lese-Rechtschreib-Tests.

Zusätzlich sollten die organischen Grundlagen Sehen und Hören eingehend fachärztlich untersucht werden. Das Bielefelder Screening ist ein Testverfahren, welches ich in meiner Praxis bei allen sprachentwicklungsauffälligen Kindern zehn und vier Monate vor der geplanten Einschulung durchführe. Es überprüft die Fähigkeiten, die ein Kind bei der Einschulung als Basis haben muss, um die Schriftsprache erlernen zu können. (z.B. Reimerkennung, automatisierter Abruf, Formerkennung, zeitliche Komponenten, Silben segmentieren, Laut-zu-Wort Zuordnung, etc.). Ergibt das Testergebnis durch mehrere Risikopunkte eine Einstufung als "Risikokind", bekommt das Kind eine intensive phonologische Förderung, die ich durch Elemente der kybernetischen Methode und der Kinesiologie ergänze, um die Manifestation einer LRS zu verhindern. Das Bielefelder Screening ist auch in Bezug auf die Frage des Einschulungszeitpunktes eine wertvolle Hilfe.

Im Folgenden einige Früherkennungswarnzeichen, die bei vermehrtem Auftreten unbedingt zu einer rechtzeitigen logopädischen Abklärung führen sollten:

  • Rechts-Links-Unterscheidungsschwierigkeiten
  • Verzögertes Verstehen
  • Konzentrationsschwäche
  • Hyperaktivität
  • Außenseiterverhalten
  • Schnürsenkelprobleme
  • Starke Ablenkbarkeit durch Geräusche
  • Verwaschene Artikulation (Nuscheln)
  • Erhöhte Sprechlautstärke der Mutter oder des Kindes
  • Homolateraler (gleichseitiger) Gang
  • Niedriger Muskeltonus (hängende Schultern, offener Mund)
  • Schlechtes Richtungshören (auditives Ortungsvermögen)
  • Eingeschränkte Tonhöhendiskrimination
  • Hohe auditive Ordnungsschwelle (Zeitspanne, die zwischen zwei Sinnesreizen liegen muss, um diese getrennt voneinander wahrnehmen zu können)
  • Geringe phonetische Merkfähigkeit sinnloser Silben
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Rhythmische Probleme, Sequenzierungsunfähigkeit
  • Auditiv-motorische Probleme (z.B. Klatschlieder)

Therapie

In Folge einer ausführlichen Befunderhebung nach Vorlage der Phoniatrie und Pädaudiologie der HNO-Klinik des Universitätskrankenhauses Hamburg Eppendorf, setze ich in der logopädischen Therapie dort an, wo das Kind im Vergleich zum biologischen Alter in seiner Entwicklung verzögert ist. Die Arbeit "an der Basis" ergänze ich dann auf Grund der Gewichtung der Fehleranalyse (Wahrnehmungsfehler, Regelfehler, Merkfehler) durch die individuelle

Förderung im schriftsprachlichen Bereich. Als sehr hilfreich und ausgesprochen motivierend und aufbauend für die betroffenen Kinder hat sich das kinesiologisch orientierte Programm "Gehirngerechte Rechschreibstrategien" erwiesen. Die Kinder lernen u.a. Worte anhand von Mnemotechniken (Gehirntricks) zu verankern. Der überwältigende Erfolg verhilft ihnen zu mehr Selbstwertgefühl, welches sich auf alle Lernbereiche auswirkt. Als unterstützendes

Heimtraining leite ich die Eltern an, das Quiel-Programm mit ihrem Kind durchzuführen. Dies vermittelt ihnen eine positive Art, mit den Schwierigkeiten des Kindes umzugehen und hilft, Ohnmachts-und Schuldgefühle abzubauen. Eine Lese-Rechtschreib-Therapie ist immer eine Langzeittherapie, die dem Kind eine adäquate schulische Laufbahn erleichtert und oft die Berufswahl positiv beeinflusst.

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