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Stimm- und Atemstörungen
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Sprachstörungen
Schluckstörungen
Stottern, Poltern

Schluckstörungen (Dysphagie)

In der BRD erleiden jährlich etwa 250 000 Menschen einen Schlaganfall. Dazu kommen täglich ca.100 Schädel-Hirntraumata durch Verkehrsunfälle, neurologische Erkrankungen, entzündliche Prozesse und Tumoren. Viele dieser Menschen haben in Folge dessen zusätzlich zu einer Sprechstörung auch eine Schluckstörung, die therapeutisch behandlungsbedürftig ist. Auch lässt die Schluckfähigkeit im Alter nach, was ebenfalls häufig zu Schluckbeschwerden führt.
Die Bedeutung der Nahrungsaufnahme ist weit umfangreicher als nur der Erhalt der Vitalfunktionen. Genuss, Lebensqualität, soziale Komponenten (Feste, Bräuche, etc.), Belohnung und Zuwendung, Strukturierung des Tagesablaufes (besonders in Alten- und Pflegeheimen wichtig) und das rein muskuläre Training beim Essen werden vom "schluck-gesunden" Menschen stark unterschätzt.
Der Mensch schluckt je nach Alter und Gesundheitszustand 2000-3000 mal täglich reflexorisch in einer halbautomatisch ablaufenden motorischen Aktion der Muskulatur des Atem- und gastro-intestinalen Traktes. Daraus folgt, dass äußere Stimulation nicht immer ausreicht, um ein kontinuierliches

Schlucken zustande zu bringen. Schlucken kann zusätzlich zu therapeutischen Manövern, Muskeltraining, thermischer und taktiler Stimulation über höhere Hirnfunktionen angeregt werden, d.h. übers Auge (Sehen der Speise), über die Nase (Riechen der Speise) und das sich Vorstellen der Speise sowie über die Bewegung der Hand zum Mund mit einem Löffel oder einer Gabel. Ist der Schluckreflex verzögert, oder nur noch mit bestimmten Nahrungsmittelkonsistenzen möglich, bestimme ich durch die klinische Diagnostik mit Hilfe bildgebender Verfahren, in welcher der vier Phasen das Schluckvorgangs ( Kauen, orale Phase, pharyngeale Phase (Rachen), ösophageale Phase (Speiseröhre)) sich die Störung manifestiert hat.
Anzeichen einer Schluckstörung sind z.B. Würgen,

Husten, Verschlucken, Speise, die aus dem Mund tropft, Essensreste, die im Mund verbleiben, primitive Reflexe, Nahrungsverweigerung, Austrocknung (Dehydratation) oder eine heisere, rauhe Stimme nach dem Schluckakt. Unter Beachtung der Eßgewohnheiten des Patienten wird ein Schlucktraining erarbeitet. Die Körperhaltung bei Nahrungsaufnahme und die Menge sowie Positionierung der Speise in Verbindung mit diätetischen Maßnahmen können oft eine Aspiration (Eindringen der Nahrung in die Luftröhre) verhindern. Studien zu folge sterben 60-70% der Pflegeheimbewohner an einer Aspirationspneumonie, d.h. einer Lungenentzündung in Folge gestörten Schluckens! Besonders schwierig ist die Schlucktherapie bei Patienten mit einer Trachealkanüle ( Kanüle, die in einer operativ geschaffenen Halsöffnung zur Lunge gelegt wird). Das begleitende Ziel ist dann wenn möglich die Entfernung der Kanüle, sodass ich das Kanülenmanagement mit anleite.

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